Sie haben es vielleicht selbst schon erlebt. Sie kaufen ein orthopädisches Sitzkissen – entweder aus Schaumstoff, mit der berühmten "Memory-Foam"-Technologie oder als Keilkissen mit Aussparung.
Die ersten Tage fühlen sich wunderbar an. Endlich Erleichterung.
Aber dann – meist innerhalb von zwei bis sechs Wochen – passiert etwas Frustrierendes:
Das Kissen wird flach.
Das liegt nicht an Ihnen. Das liegt am Material. Polyurethanschaum, aus dem fast alle Memory-Foam-Kissen bestehen, basiert auf einer fragilen Zellstruktur mit eingeschlossenen Luftbläschen.
Unter dem konstanten Druck von 60, 70 oder 80 Kilogramm Körpergewicht – kombiniert mit der Wärme Ihres Körpers – kollabieren diese Bläschen langsam. Dauerhaft.
Was übrig bleibt, ist ein hartes, dichtes Stück Schaum, das sich kaum noch von dem Stuhl darunter unterscheidet.
Hinzu kommt das zweite große Problem: Memory-Foam wirkt wie eine Wärmedämmung. Er speichert die Körperwärme statt sie abzuleiten.
Nach 30 Minuten Sitzen fängt es an, unangenehm warm zu werden – im Sommer wird daraus regelrechtes Schwitzen.
Eine Patientin von mir, eine 68-jährige Hausärztin im Ruhestand, brachte es einmal auf den Punkt: